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Intruder
ist eine interaktive Umgebung. Der Betrachter interagiert mit der Installation, indem er in ein geschlossenes System aus 20 autonomen mobilen Robotern eindringt. Er betritt einen kreisförmigen Raum, in dem sich alle Roboter frei bewegen. Auf sein Eindringen reagiert das System, seine Bewegungen versehen die Roboter mit verschiedenen Emotionen.

Die resultierenden Bewegungsmuster entstehen durch Benutzung von Verhaltensmustern. Es gibt keine explizite Wissensbasis und nichts ist voraus geplant und wird nur einfach ausgeführt. Jede Reaktion wird durch die Sensordaten hervorgerufen, die von der Umwelt aufgenommen werden: Es entsteht ein offenes System, das dynamisch reagiert.

Umsetzung: Für die Realisierung der Arbeit sollten 20 mobile Roboter entwickelt werden, die den gestellten Anforderungen gerecht wurden. Das bedeutet, sie mussten in der Lage sein, ferngesteuert durch den Raum manövriert werden zu können, dabei Informationen über die Position, auftretende Kollisionen zu erkennen und darauf zu reagieren. Minimale Komponenten sind ein steuerbares Fahrwerk, eine Möglichkeit zur Fernsteuerung, Sensoren zur Erkennung von Kollisionen, eine Odometrie und eine Rechnereinheit, die alle Komponenten steuert. Als Basis für die Entwicklung wurde ein Grundmodell verwendet, das zwar nicht alle gewünschten Eigenschaften besaß, aber die Möglichkeit zur Erweiterung bot: der mobile Roboter ARobot der Firma Arrick Robotics. Die Steuereinheit von ARobot bildet der Controller BasicStampIISX der Firma Parallax Inc.

Hardware: Die Plattform besitzt die wesentlichen Funktionseinheiten wie Antriebsmotor, Servomotor zur Lenkung, Fühler zur Kollisionserkennung etc, wurde aber um weitere wie Fernsteuerung , Kompasssensor , erweiterte Energieversorgung etc. erweitert. Desweiteren wurden mechanische Verbesserungen wie z.B. Bau eigener Fühler vorgenommen, um die Roboter in der Ausstellungssituation robuster und leistungsfähiger zu machen.

Software: Die Roboterplattform wurde in PBasic (Controller: BasicStampIISX) programmiert. Der Roboter selbst wurde als reiner Aktuator gesehen, der Bewegungsbefehle empfängt und ausführt, Grundverhalten wie Befehle empfangen und ausführen , Kollisionserkennung , Lagebestimmung durch Kompass etc. wurden vom Roboter selbst ausgeführt. Der Steuerrechner, der den Großteil der Intelligenz besitzt, ist in Java programmiert. Hier sind die Roboter virtuell modelliert , sie besitzen eine Positionsbestimmung, Gedächnis, Charakter, planen die nächsten Aktionen, wählen bestimmte Verhaltensmuster aus und senden ihre Befehle an die realen Roboterplattformen.

Intruder war 1999 in Weimar im Rahmen einer Ausstellung des deutsch-französischen Jugendwerks zu sehen.